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Studentenwerk SH beteiligt sich an Pfandbecherinitiative in Kiel

Autor: CIS am 17.09.2019

Pfandbbecher

Am gestrigen Montag, dem 16. September 2019, fiel der offizielle Startschuss für die Einführung eines Pfandbechersystems in der Stadt Kiel. Die Initiator*innen sowie einige Partnerbetriebe, darunter auch das Studentenwerk Schleswig-Holstein, stellten die Aktion vor dem Kieler Rathaus vor.

Foto: Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay (Symbolfoto)

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 320.000 Einwegbecher verbraucht, pro Jahr sind das fast drei Milliarden Stück. Um der schädlichen Müllflut den Kampf anzusagen, haben bereits zahlreiche deutsche Städte Pfandbechersysteme eingeführt – so nun auch die Stadt Kiel. Die Wahl fiel auf das neu gegründete „Tobego“-System der Bad Segeberger Firma Cup & More, die bereits für das Pfandsystem auf der Kieler Woche verantwortlich war. Getestet werden soll „Tobego“ zunächst für ein Jahr.

Insgesamt beteiligen sich über 100 Kaffee ausschenkende Betriebe in Kiel und Umgebung an der Aktion. Damit ist die Kieler Initiative die zurzeit größte Pfandbecherinitiative für Kaffee zum Mitnehmen in Schleswig-Holstein. Das Studentenwerk SH ist mit insgesamt neun Hochschulgastronomie-Standorten an den drei Kieler Hochschulen dabei. Gäste können den Mehrweg-Becher und -Deckel in einem beliebigen Partnerbetrieb leihen und gegen Pfandauszahlung wieder abgeben. Der Pfandpreis beträgt sowohl einen Euro für den Becher als auch für den Deckel.

„Aktuell gehen in unseren Kieler Betrieben bereits 82 Prozent aller Heißgetränke im Mehrwegbecher über den Tresen, acht Prozent mehr als im Vorjahr“, erzählt Kristin Dahl, stellvertretende Hochschulgastronomie-Leiterin des Studentenwerks SH. „Mit den Tobego-Bechern wollen wir den Einwegbecheranteil noch weiter senken und hoffen, dass die Studierenden uns dabei unterstützen.“ Als zusätzlichen Anreiz erhalten Gäste zehn Cent Rabatt für jedes Heißgetränk im „Tobego“-Becher.

In Flensburg beteiligt sich das Studentenwerk SH bereits seit einigen Monaten erfolgreich an einem stadtweiten Pfandbechersystem. „Wir freuen uns, dass nun auch Kiel an den Start geht“, so Dahl. Seit 2017 nahm sie gemeinsam mit anderen Kaffee ausschenkenden Kieler Betrieben an dem von der Ratsversammlung initiierten Runden Tisch „Kaffee geht Mehrweg“ teil. Die Beteiligten entschieden sich vor allem deshalb für das „Tobego“-Programm, da es nicht nur einen Pfandbecher, sondern auch einen -deckel enthält.

Erst kürzlich wurde der Tobego-Becher mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Er besteht aus recycelbarem Kunststoff, wird in Deutschland produziert und enthält keine Zusatzstoffe wie BPA oder Melamin. Künftig soll der Becher in weiteren Städten eingeführt werden. Unter app.tobego.eu können alle teilnehmenden Unternehmen eingesehen werden.



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