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HyStarter: KielRegion auf dem Weg zur Wasserstoffregion

Autor: CIS am 10.09.2019

Ausgedieselt

Welche Rolle kann Wasserstoff für Klimaschutz, Wärmeversorgung, Stromspeicherung, Mobilität und die regionale Wertschöpfung in der KielRegion spielen? Wo und unter welchen Bedingungen ist ein Einsatz des Energieträgers in der Landeshauptstadt Kiel und in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön denkbar? Antworten auf diese und weitere Fragen verspricht das Projekt HyStarter.

Die KielRegion ist eine von neun Gewinner-Regionen im HyStarter-Wettbewerb im Programm "HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland". Bundesweit stieß der Wettbewerb auf großes Interesse: Insgesamt gingen 138 Interessensbekundungen ein. „Als KielRegion nehmen wir inzwischen eine Vorbildrolle im Bereich der modernen Mobilität ein. Dazu gehört auch, dass wir für neue Energien aufgeschlossen sind. Wir sind gespannt auf das zu unserer Region passende Wasserstoffkonzept und freuen uns auf einen spannenden Prozess“, so Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der KielRegion GmbH. Die Bewerbung der KielRegion überzeugte dank der tragfähigen Kooperationsstrukturen in der Region. Neben dem Masterplan Mobilität bietet die regionsweite Vernetzung eine gute Grundlage für die gemeinsame Erarbeitung eines integrierten Wasserstoff-Konzeptes für die KielRegion.


Die regionale Wasserstoff-Produktion mit Strom aus erneuerbaren Energien steht im Zentrum der geförderten Konzepte. Es geht um die langfristige Nutzung von „grünem" Wasserstoff. Betrachtungsgrundlage sind neben der Erzeugung von Wasserstoff auch die Speicherung, die Logistik sowie die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten vor Ort.

Foto: Mario De Mattia


Die Herausforderungen für die Regionen bei der Entwicklung der Wasserstoff-Konzepte sind unterschiedlich gelagert und wurden bei der Auswahl der Gewinner in sieben Kategorien gebündelt: Metropolregion/Mobilität (KielRegion), Küstenland/Windenergie (Rügen-Stralsund), Strukturwandel/Energie (Lausitz), Industrie/Automobil (Reutlingen), Bildung/Wissenstransfer (Weimar und Marburg), Mittelständisch geprägte Region (Allgäu und Landkreis Schaumburg), Grenzregion/europäische Vernetzung (Neustadt a.d. Waldnaab).


Das Projekt wird aus Mitteln des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert. Die NOW ist als Bundesgesellschaft Koordinatorin des Programms und verantwortet das HyStarter-Projekt. Die Erstellung eines Konzeptes wird von namenhaften Unternehmen und Institutionen aus dem Energiebereich verantwortet (Spilett, Choice, Becker-Büttner-Held Consulting, EE Engineers und Reiner-Lemoine-Institut). Die KielRegion GmbH ist lokale Ansprechpartnerin und begleitet die Umsetzung vor Ort.

Der Masterplan Mobilität zeigt Handlungsmöglichkeiten für die KielRegion auf, um neue Mobilitätsangebote zu schaffen und bestehende Angebote auszuweiten. Dabei geht es um Mobilitätslösungen für die gesamte KielRegion, für Städte und Gemeinden im ländlichen Raum sowie für die Landeshauptstadt Kiel. Projektpartner sind die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde, die Landeshauptstadt Kiel und die NAH.SH. Der Masterplan Mobilität wurde fachlich begleitetet von der IHK zu Kiel und dem Land Schleswig-Holstein. Der Masterplan Mobilität gehört zu den Leitprojekten aus dem Regionalen Entwicklungskonzept für die KielRegion. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat das Projekt als Klimaschutzteilkonzept Mobilität im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

 

Die KielRegion bündelt die Kraft der Landeshauptstadt Kiel sowie der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde. Sie nutzt die Potenziale und Ressourcen der gesamten Region. Damit sind wir ein interessanter Standort für alle, die Freiraum für ihre Ideen suchen. Unsere Themen sind Leben, Mobilität, Wirtschaft und Wissenschaft. Wir unterstützen und vernetzen Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und arbeiten gemeinsam an der Zukunft unserer Region. In der KielRegion leben fast 645.000 Menschen, das sind rund 23 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Schleswig-Holsteins.


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