Festliches Galakonzert
Ural Kosaken Chor Andrej Scholuch (gegründet: 1924)
Unter Mitwirkung: Frauenchor Concordia Kiel e.V.
Termin: Sonntag, den 13. Mai 2007
Ort: St. Heinrich Kirche, Feldstrasse 172, Kiel
Beginn: 17.00 Uhr
VVK-Stellen: Buchhandlung Weiland, Holtenauer Strasse 116, D-24105 Kiel
Konzertkarten Streiber, Holstenstrasse 88-90, D-24103 Kiel
Ruth König Klassik, Dänische Strasse 7, D-24103 Kiel
Vorverkauf: 16 Euro
Abendkasse: 19 Euro
Für Kinder bis zum 14. Lebensjahr ist der Eintritt frei!
>>Der Traditionschor mit Zukunft<< auf Europatournee -
„Erinnerungen an das alte Russland ...eine musikalische Reise in das
letzte Jahrhundert...“:
Der weltberühmte und originale Ural Kosaken Chor Andrej Scholuch, der auf eine mehr als 80jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann und in dem schon Ivan Rebroff das Singen lernte, fasziniert, begeistert und überrascht seine Zuhörerschaft immer wieder aufs Neue. Der wohl älteste und zugleich stimmlich vollendetste Vertreter aller Kosakenchöre, unter der Gesamtleitung des charismatischen Bariton Alexander Skovitan [Geburtsname: Nefedov - einziger Sohn der unvergesslichen und unter mysteriösen Umständen verstorbenen Sängerin „Alexandra“ († 31.Juli 1969; „Mein Freund der Baum“)], ist sich und dem Leitgedanken seines Gründers immer treu geblieben und konnte seine Fangemeinde stets erweitern. Die Popularität des legendären 12-köpfigen Chors, dessen musikalische Gestaltungshoheit der russische Ausnahme-Dirigent Alexander Kovlegin inne hat, liegt jedoch nicht einzig in seinen jungen Starsolisten begründet, die mit ihren tiefschwarzen Bässen und glasklaren Höhen stimmgewaltig das gesamte Sangesspektrum abzudecken vermögen, sondern vor allem auch in seiner einzigartigen Präsentation. In Weiterführung der Tradition der genialen russischen Arrangeure des letzten Jahrhunderts - Serge Jaroff und Andrej Scholuch - steht die Disziplin auf der Bühne in direktem Einklang mit den ausgefeilten Arrangements. Dabei dürfen im neuen Programm die vom Publikum geliebten russischen Volksweisen nicht fehlen, jedoch wurden für die aktuelle Europatournee vor allem zahlreiche ausdrucksstarke melancholische wie temperamentvolle Stücke aus dem zaristischen Russland einstudiert, die bislang noch nie auf Europas Bühnen aufgeführt wurden und auch auf den aktuellen CDs des Chors – „Erinnerungen an das alte Russland Vol.1 + Vol.2“ – zu hören sind. Und wie bei den vielen ausverkauften Tourneen zuvor wird er auch in diesem Jahr wieder gesanglich unter Beweis stellen: Der Ural Kosaken Chor Andrej Scholuch ist und bleibt der einzig legitime >>Traditionschor mit Zukunft<< – der Garant für A-capella-Gesang der Spitzenklasse!

Russlandprojekt: „Lichtblick“
Mit den Zielen...
• heimat- und elternlosen Kindern in Russland eine Perspektive zu eröffnen;
• Hilfe für Kinder und Jugendliche mit psychischen und geistigen
Behinderungen zu leisten;
• einen deutsch-russischen Wissenstransfer mit Praktika zu bieten;
• deutsche und russische Sozialeinrichtungen zu vernetzen;
• Hilfe zur Selbsthilfe zu geben;
• eine langfristige Partnerschaft einzugehen
• Aufbau eines gemeinsamen Europäischen Netzes von Sozialen Einrichtungen
Das Projekt Lichtblick begann im Jahr 1999 mit dem ehrenamtlichen Engagement
des Gremsdorfer Werkstattleiters Jürgen Ganzmann, der das Projekt unter
dem Motto
Hilfe zur Selbsthilfe ins Leben gerufen und mittlerweile ein ganzes Netzwerk
geknüpft hat. Wichtigster Partner in Russland ist dabei das Psychiatrische
Landeskrankenhaus Nr. 1 in Wladimir. Entwicklung
Seit 1983 besteht die Städtepartnerschaft Erlangen - Wladimir. Seit 1999
gibt es Kontakte zwischen den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf und der
Landespsychiatrie im 200 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Wladimir.
Zunächst stand die bauliche Instandsetzung in der 1000-Bettenanstalt
im Vordergrund. Inzwischen geht es zunehmend um die Verbesserung der therapeutischen
Betreuung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Praktikanten aus der russischen
Partnereinrichtung lernen in Gremsdorf moderne Methoden der
Beschäftigungstherapie - insbesondere im künstlerischen und musikalischen
Bereich - kennen und setzen sie bereits erfolgreich in der eigenen Einrichtung
um. Hierfür wurden die Barmherzigen Brüder Gremsdorf durch Bundespräsident
Rau im Jahr 2002 mit dem „1. Preis für Bürgerengagement in
Russland" des Deutsch-Russischen Forums ausgezeichnet.
Im Jahr 2003 ist mit dem Waisenhaus in Barskoje Gorodischtsche - im Umland
von
Wladimir - ein neuer Projektpartner hinzugestoßen.
Für 2007 haben sich die Partner etwas vorgenommen, das als Meilenstein
in der
Zusammenarbeit gelten darf.
BIOGRAPHIE
Die Weltumstürzenden Erschütterungen, denen Russland im Jahre 1917
ausgesetzt war,
trieben viele Bewohner des alten russischen Reichs, darunter auch viele zarentreue
Kosaken, in die Emigration. Über die europäischen und amerikanischen
Länder verstreut, fanden sich erst Jahre später Familien und Freunde
wieder zusammen.
In allen aber lebte die Liebe zum angestammten Lande weiter. Im tiefsten Herzen
blieben sie
der Heimat treu und pflegten bei ihren Zusammenkünften die alten Lieder
und Tänze.
So kam es 1924 in Paris zur Gründung des Ural Kosaken Chors durch Andrej
Scholuch, der innerhalb kürzester Zeit neben Jaroffs Don Kosaken Chor zum
Begriff wurde.
Nach Kriegsausbruch stellte der Chor 1940 seine Tätigkeit ein, die Mitglieder
wurden in alle Winde verstreut. In der Zeit von 1951-1955 leitete Scholuch dann
den Schwarzmeer Kosaken
Chor, mit dem er vorwiegend Kirchenkonzerte durchführte.
Nach Überwindung vieler Hindernisse ist es Andrej Scholuch dann gelungen,
den Ural Kosaken Chor aus Mitgliedern des Schwarzmeer Kosaken Chores und neuer
Sänger wieder aufzustellen. Eines der bekanntesten Mitglieder war Ivan
Rebroff. Aufgrund von Scholuchs
Alter und Überalterung der meisten Mitwirkenden führte der Chor 1972
seine letzte Tournee durch. Michail Minsky, ehemaliger Solist des Don Kosaken
Chors Serge Jaroff, war es zu
verdanken, die jüngsten Mitglieder des alten Chors sowie neue Sänger
um sich zu versammeln und das Ural Kosaken Ensemble wieder zu beleben. Vier
Jahre nach dessen Tod
(9.10.1988, Zwolle) stellte das Ensemble seine Tätigkeit ein.
Mit Hilfe von Wanja Scholuch, Sohn des Gründers und Dirigenten, ist es
im Jahre 2000 nun endlich gelungen, den Ural Kosaken Chor, unter der musikalischen
Leitung von Alexander
Kovlegin, in seiner alten Höchstform wieder aufzustellen und – auf
die Tradition des großen
Namens achtend – wieder auf ausgedehnte Europatourneen zu gehen. Und wieder
kann der
Chor einen bekannten Namen aufweisen: Alexander Skovitan (Geburtsname: Nefedov),
Sohn der unvergesslichen Sängerin Alexandra, hat nun die Gesamtleitung
des Chors inne (die musikalische Leitung obliegt nach wie vor Herrn Kovlegin).
Das Ziel des Chors bleibt
jedoch unverändert: Das Kulturgut der orthodoxen Kirche sowie die Volksweisen
aus dem
alten Russland und der Ukraine dem Publikum traditionsgerecht zu vermitteln.
Weitere Infos unter:
www.ural-kosaken-chor.com