Sie waren vor den Lübeck Cougars gewarnt: Unter
der Woche hatte Head Coach André Schleemann seinen Mannen deutlich
zu verstehen gegeben, dass sie bei den Lübeck Cougars auf einen gefährlichen
Gegner treffen würden: Wechsel im Coaching Staff, einer neuer Quarterback
und die Motivation, dem Heimpublikum zu beweisen, dass man besser ist, als
es die Ergebnisse bisher gezeigt haben. Diesen angeschlagenen Gegner galt
es nicht zu unterschätzen.
Die ca. 500 Zuschauer im Lübecker Buniamshof (darunter 70 begeisterte
Kieler) wurden jedoch beim Zweitliga-Rückspiel zwischen den Kiel Baltic
Hurricanes und den Lübeck Snipes Cougars Zeugen, wie ernst die Kieler
SPieler die Warnung ihres Head Coaches nahmen.
Im ausgeglichenen ersten Quarter gingen die Canes durch einen 65 yard-Pass
von Quarterback Ian Richardson auf Wide Receiver Tom Freches und anschließendem
PAT von Mathias Eck mit 7:0 in Führung. Diese Führung konnten die
Cougars mit einem Pass von Quarterback Desmond Williams auf Wide Receiver
Jan Wulf und PAT von Ben Webb zum ersten und einzigen Mal an diesem Tag ausgleichen.
Offense und Defense der Baltic Hurricanes übernahmen in Folge die Kontrolle
über das Geschehen. Die Defense der Canes setzte den gefährlichen
Lübecker QB Williams ständig unter immensen Druck. Zwar konnte Williams
mehr als einmal einen sicher geglaubten Sack verhindern, aber nur in wenigen
Ausnahmefällen hatte er noch
genügend Zeit, einen gezielten Pass anzubringen. Druck der Kieler Defense
Line und schickt eingestreute Blitze der Linebacker und Defense Back hielten
den Druck konstant aufrecht. Hatte Williams einmal genügend Zeit, einen
seiner Receiver zu suchen, dann verhinderte das Defense Backfield mit enger
Deckung der Passwege
substantiellen Raumgewinn. Das Laufspiel der Cougars funktionierte, wenn überhaupt,
nur über Williams. Die Lübecker Running Backs kamen, bedingt durch
das überzeugende Auftreten der Kieler Defense Line und Linebacker, nie
zur Entfaltung. Fast alle Läufe endeten an oder sogar hinter der Line
of Scrimmage.